Besuch beim ‘Chef’

Zu Besuch beim neuen Revierleiter des Polizeireviers Harz

Am 8.3.2017 stellte unser Vorsitzender Ulrich Scholle gemeinsam mit unserem Schatzmeister Holger Greulich unseren Verein beim neuen Leiter des Polizeireviers Harz, Polizeidirektor Zeuner, vor. In entspannter Atmosphäre berichteten sie über die Geschichte und die Aktivitäten des Vereins, der seinen Ursprung im Polizeirevier Halberstadt hat. Herr Zeuner zeigte sich sehr interessiert und freute sich über das Engagement „seiner Leute“ sowie der vielen anderen Mitgliedern, die sich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammensetzen, und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute und viel Glück.

“Für uns alles von großem Wert”

Ukrainische Ärzte stellten im Lager Hilfsgüter zusammen

Aspenstedt (geg). Als kurz vor Weihnachten zwei 40-Tonner mit
Hilfsgütern das Lager des Vereins „Notruf Ukraine – Polizisten helfen“
verließ, versicherte dessen Vorsitzender Ulrich Scholle den Mitgliedern
der „Aktion Tschernobyl-Hilfe Hildesheim“, weiterhin zusammen zu
arbeiten. Denn beiden Vereinen geht es seit Jahren darum, Menschen zu
helfen, die Hilfe dringend benötigen.
Während der Halberstädter Verein seine Aktivitäten mittlerweile auf
mehrere osteuropäische Länder ausgedehnt hat, konzentrieren die
Hildesheimer ihre Hilfe auf Gebiete der ehemaligen Sowjetunion, die
unmittelbar oder mittelbar durch die Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk
bei Tschernobyl erkrankt oder in Not geraten sind. Weil Rita Limmroth
bei ihren zahlreichen Besuchen in Krankenhäusern die schlechte
Ausstattung festgestellt hat, wurde entschieden, Hilfsgüter nicht nach
dem Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern sie gezielt zu vergeben. Und
so hat man sich des Kinderkrankenhauses Lutsk im Wolinsker Gebiet
angenommen. „Wir wollen Abteilung für Abteilung nacheinander zu einem
Standard verhelfen, der notwendig ist, um Patienten zu behandeln, zu
versorgen und zu deren Gesundung beizutragen“, sagt sie. Hatte ihr
Verein in der Vergangenheit vor allem medizinische Geräte nach Lutsk
gebracht, sollten nun auch die Stationen mit Betten ausgestattet werden,
die vor allem nach Operationen eine richtige Lagerung der Patienten
möglich machen. Denn verstellbare Krankenhausbetten waren nicht vorhanden.
Diese stellte der Verein „Notruf Ukraine – Polizisten helfen“ zur
Verfügung nebst den dazu gehörenden Matratzen und Schränken sowie
Rollstühlen und medizinischen Verbrauchsgütern. „Unser Schwerpunkt
bleibt zwar nach wie vor das Krankenhaus in Sambir, doch wir geben gern
aus unseren Beständen ab, was dort nicht benötigt wird“, sagte Ulrich
Scholle, als er jetzt mit Rita Limmroth drei ukrainische Mediziner in
Aspenstedt willkommen hieß.
Dr. Michael Louga von der Kinderneurochrirurgie und Dr. Ruslan Zhylenko,
HNO-Kinderarzt im Kinderkrakenhaus Lutsk sowie Prof. Borys Myroniuk vom
HNO-Institut Kiew sind derzeit zu Gast in Hildesheim, hospitieren bei
deutschen Kollegen und eignen sich Wissen an, was für die Bedienung der
hochwertigen medizinischen Geräte aus Deutschland notwendig ist.
Bei der Gelegenheit statteten sie dem Halberstädter Verein einen Besuch
ab, um in dessen Lager Gegenstände auszuwählen, die mit einem Transport
Ende Februar in ihre Heimat geschafft werden. Es war keine kurze Visite,
sondern ein mehrstündiger Besuch. Denn die Ärzte wurden schnell fündig,
begutachteten die Bestände und stellten daraus eine Ladung zusammen.
„Wir haben hier sehr viel vorgefunden, was wir sehr gut gebrauchen
können“, sagte Dr. Michael Louga, „wir sind sehr dankbar dafür, dass wir
diese Dinge, die für uns von großem Wert sind, auswählen dürfen.“
Dazu zählen unter anderem ein Röntgengerät und ein kompletter
Zahnarztstuhl, Behandlungsliegen und Betten sowie eine Vielzahl kleiner
Gerätschaften und Verbrauchsmaterial. „Vieles, was in unseren
Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen aussortiert wird,
löst dort einen Standard ab, den sich hier kaum jemand vorstellen kann“,
erklärt Rita Limmroth. Das bestätigt Holger Oppermann. Der Wernigeröder
Regionalbereichsbeamte, der zugleich stellvertretender
Vereinsvorsitzender ist, hat selbst Transporte in die Ukraine begleitet
und die Situation vor Ort kennen gelernt. Als er beim Harzklinikum
Wernigerode nachfragte, ob die Einrichtung gebrauchte Gegenstände
abgegeben könnte, rannte er dort offene Türen ein. „Wir sind sehr
dankbar für diese Unterstützung. Noch dankbarer sind die Menschen dort,
wohin wir die Hilfsgüter bringen“, berichtet Oppermann und appelliert an
alle Krankenhäuser, Pflegeheime und andere medizinischen Einrichtungen,
die nicht mehr benötigte Medizintechnik, Betten und Mobiliar abzugeben
haben, sich beim Verein zu melden. So wie es vor wenigen Tagen das
Klinikums Quedlinburg getan hat. Kurzfristig holten Vereinsmitglieder
dort neun Pflegebetten ab.
Die drei ukrainischen Mediziner bedankten sich bei den Mitgliedern des
Vereins „Notruf Ukraine – Polizisten helfen“ dafür, dass sie für den
nächsten Transport nach Lutsk genau das auswählen durften, was im
dortigen Kinderkrankenhaus noch für lange Zeit gute Dienste leisten werde.

Ulrich Scholle (links) und Rita Limmroth präsentieren Prof. Borys
Myroniuk, Dr. Ruslan Zhylenko und Dr. Michael Louga ein komplettes
funktionstüchtiges Röntgengerät. Foto: Gerald Egger

Bettenabholung aus Quedlinburg

Holger Oppermann wurde von Mitarbeitern des Klinikums Quedlinburg angerufen.Das Klinikum stellt dem Verein “Notruf Ukraine”  9 Betten zur Abholung zur Verfügung. Ein kurzer Anruf bei Lutz Ullwer genügte, um einen geeigneten Abholtermin zu vereinbaren. Am Donnerstag den 2.2. fuhren beide Mitglieder zum Klinikum nach Quedlinburg. Der Hausmeister hatte alles schon vorbereitet und so mußten die Betten nur noch aufgeladen werden. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Harzklinikum für die Unterstützung.Unseren Mitgliedern Holger und Lutz gebührt unser Dank für die aufopferungsvolle  Tätigkeit nach Feierabend.

Spital mit Betten komplett ausgestattet

Verein „Notruf Ukraine – Polizisten helfen“ schafft Hilfsgüter nach Polen

Aspenstedt (geg). Am Montag im Lager des Vereins „Notruf Ukraine - Polizisten helfen“ randvoll beladen, setzte sich am Dienstag früh ein 40-Tonner der Lutz Ullwer Nah- und Ferntransporte aus Zilly und ein Begleitfahrzeug mit Kinderkleidung in Bewegung. Deren Ziel ist zunächst das Kinderdorf „Dr. Janusz Korczak“ in Rajsko bei Oswiecim. Dort werden Kinderwagen und -kleidung sowie Rollatoren abgeladen. Letztere sind für eine benachbarte Sozialstation bestimmt. Die Weitergabe organisiert Janusz Marszalek, der Gründer des Kinderdorfes und Vorsitzender der polnischen Seniorenunion. Dann rollt der Hilfstransport weiter ins rund 50 Kilometer entfernte 
Siemianowice Slaskie, eine Industriestadt mit rund 70.000 Einwohnern, sechs Kilometer nördlich von Katowice im Oberschlesischen Industriegebiet. „In das städtische Spital haben wir bereits im Oktober 60 Betten geliefert, die aus dem Krankenhaus Wolfenbüttel stammen“, berichtet Ulrich Scholle, der diesmal mit vier Helfern nach Polen unterwegs ist.Obwohl gebraucht, seien diese Betten in einem hervorragenden Zustand, hatte die Krankenhauschefin Agnieszka Wolowiec damals vor laufender Fernsehkamera gesagt und den Wert pro Stück auf 3000 Euro geschätzt“, so der Vereinsvorsitzende. Sie dankte dem Halberstädter Verein und Janusz Marszalek, die diese Hilfslieferung möglich gemacht hatten, sowie Anna Janik von der Schlesischen Bezirkskammer der Krankenschwestern und Hebammen, Dr. Michael Dyaczynskiego und Schulleiterin Jolanta Latkowska-Buda für die Unterstützung. Letztere hatte organisiert, dass Jugendliche aus katholischen Schulen in Semianowice die Betten   „in Express-Geschwindigkeit“ entladen hatten.Die Klinikleitung ist dankbar für das Geschenk, das den Patienten viele Jahren zugute kommen wird“, sagte die Krankenhausdirektorin damals gegenüber Scholle, „28 Betten werden in der Chirurgie genutzt, je 16 bekommen die beiden Inneren Abteilungen. Zwei Kinderbetten erhält die Neonatologie.“Als der Vereinschef gefragt wurde, ob er weitere Betten organisieren könne, sagte er spontan zu. „Ein Mann, ein Wort. Jetzt lösen wir das Versprechen ein“, sagt Scholle kurz vor der Abfahrt, „damit ist das Krankenhaus dann komplett mit modernen Betten ausgestattet.“ Abgeladen werden in Siemianowice Slaskie auch einige Paletten Verbrauchmaterial, die von der Halberstädter Firma Dahlhausen Medizintechnik gesponsert wurden. Am späten Donnerstag Abend will Scholle mit seiner Mannschaft wieder zurück sein.Anfang Februar wird ein Ärzteteam aus der ukrainischen Stadt Lutsk auf Einladung der Aktion Tschernobyl-Hilfe Hildesheim, welche wir kürzlich mit einem Transport Krankenhausbetten unterstützt haben, nach Deutschland kommen. Sie sollen hier im Praktikum unterwiesen werden in spezielle Medizintechnik“, schaut der Vereinsvorsitzende auf nächste Aktivitäten, „bei der Gelegenheit wollen die Ärzte uns besuchen und im Lager auswählen, was dringend benötigt wird.“Bei all unseren Einsätzen in Osteuropa wird uns immer wieder vor Augen geführt, wie wichtig unsere Hilfe ist und wo sie am Dringendsten benötigt wird. Es fehlt an so vielen Dingen, vor allem im medizinischen Bereich. Krankenhäuser sind oft mit Technik und Mobiliar ausgestattet, die sich hier kaum jemand vorstellen kann“, berichtet Scholle, „deshalb wende ich mich vor allem an Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen, die aus welchen Gründen auch immer gut erhaltene Krankenhaus- oder Pflegebetten, medizinische Geräte oder Rollstühle aussondern. Wir wissen, dass solche, auch wenn sie nicht mehr den deutschen Anforderungen und Vorschriften entsprechen, woanders noch lange gute Dienste tun und damit vielen Menschen geholfen werden kann.“ 

Wer etwas anzubieten hat, kann sich bei ihm unter Tel. 0178 855 6040 melden.

In Aspenstedt wird ein 40-Tonner mit Betten und medizinischem 
Verbrauchsmaterial beladen. 

Fotos und Text : Gerald Eggert

Wir wünschen Euch allen eine gute Fahrt, viele schöne Erlebnisse und Eindrücke.

Grüßt die Freunde und kommt gesund und munter zurück.

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