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by Mario Sahlmann

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Firma Steinke, Verein „Notruf Ukraine“ und Medizinerin loten Möglichkeiten aus

Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt die Steinke Orthopädie-Center GmbH den Verein „Notruf Ukraine – Polizisten helfen“. Unternehmensgründer Roland Steinke, der heute als Berater der Geschäftsführung tätig ist, hat in all den Jahren nicht nur aufbereitete Rollatoren und Rollstühle sowie weitere Rehatechnik, die in der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern dringend benötigt werden, zur Verfügung gestellt. Er hat auch dafür gesorgt, dass zwei Polen dank Elektrorollstühlen wieder mobil im Alltag sein können.
„Der Krieg in der Ukraine, der so viel Leid hervorbringt, beschäftigt uns alle. Ich bin stolz, dass die Hilfsbereitschaft in unserem Land so groß ist“, gibt Roland Steinke zu verstehen. Er ist sehr froh darüber, dass Mitarbeiter der Orthopädie-Technik und der Orthopädie-Schuhtechnik mit dem Wunsch an die Geschäftsführung herantraten, mit ihren Möglichkeiten aktive Hilfe für im Krieg Verwundete zu leisten.
Dank der guten Vernetzung des Hilfsvereins, dem Roland Steinke angehört, wurde Kontakt mit Nadja Pilipcuk aufgenommen. Die in Magdeburg praktizierende Fachärztin für Innere und Allgemeinmedizin ist ebenfalls Vereinsmitglied und unterstützt seit 2014 mit eigenen Hilfstransporten vor allem medizinische Einrichtungen in ihrem Heimatland.
Gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Ulrich Scholle und dessen Sohn Norman besuchte sie in dieser Woche die Steinke-Werkstätten im alten Wasserwerk Über der Schlagmühle. Dort führten Geschäftsführer Tobias Steinke und Orthopädiemeister Ulf Stühff die Besucher durch den jüngst modernisierten Firmenstandort, informierten über das Leistungsangebot der beiden Bereiche und diskutierten über Möglichkeiten, wie die Idee zur direkten Hilfe umgesetzt werden können.
Nadja Pilipcuk, die ständig in Kontakt mit Einrichtungen und Freunden in der Ukraine hält, Hilfstransporte mit vor allem medizinischen Geräten, Medikamenten und Hilfsmitteln zusammenstellt und selbst am Bestimmungsort übergibt, wusste viele Beispiele zu nennen, wo geholfen werden könnte. Ihr geht es nicht um Flüchtlinge, denen in Deutschland ohnehingeholfen wird, sondern um Kriegsopfer, um im Kampf verletzte Menschen.
„Wir wollen grundsätzlich helfen“, bekräftigte Tobias Steinke, „doch um den Betroffenen die Prothesen anpassen zu können, müssen sie in unsere Einrichtung kommen.“ Für Patienten mit einer Erstversorgung könnte der Transport nach Halberstadt organisiert werden, ist Pilipcuk überzeugt. Sie will sich bei einem Hamburger Treffen der Ukrainischen Ärztevereinigung in Deutschland bei Kollegen informieren, welche Erfahrungen es gibt und welche Möglichkeiten am besten genutzt werden können.
Auch ihrem in drei Wochen geplanten Besuch in der Ukraine will sie nutzen, um Kontakte herzustellen und von Kollegen zu erfahren, wieviele Verletzte es gibt und wie man die Hilfe für die Betroffenen am besten organisieren kann. Sie unterbreitete beim Besuch in Halberstadt den Vorschlag, ein spezielles Konto einzurichten, um in solch konkreten humanitären Fällen helfen zu können.
Ulf Stühff, der schon im Kosovo-Krieg Opfer versorgt hat, zählt zu den Initiatoren der aktuellen Aktion. Dafür bekommt er den Rückenhalt von der Geschäftsführung und den Mitarbeitern des Unternehmens. „Wir werden alles tun, was dank unseren hochqualifizieren Mitarbeitern und unseren technischen Voraussetzungen möglich ist“, versichert Tobias Steinke. Er bietet darüber hinaus an, ständig mit der Ärztin in Kontakt zu bleiben, um aktuell reagieren zu können.
Nadja Pilipcuk und Ulrich Scholle bedankten sich bei der Firma Steinke für die Initiative und die Bereitschaft, Kriegsopfern zu helfen. Der Verein „Notruf Ukraine – Polizisten helfen“ lasse in seinem Engagement nicht nach, Flüchtlinge vor Ort zu unterstützen und dringend benötigte Hilfsgüter in die Ukraine zu schicken, versicherte der Vereinsvorsitzende.

Ulf Stühff, Ulrich Scholle, Nadja Pilipcuk, Norman Scholle, Tobias Steinke und Roland Steinke beim Rundgang durch die Werkstätten. Foto: Gerald Eggert

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