….zurück aus Ungarn

Einem Transport geht sehr viel Arbeit im Vorfeld voraus.Diesmal war es besonders schwer.Eigentlich sollte der Frühjahrstransport in Richtung Ukraine aufbrechen.Durch die politischen Unruhen und das Fehlen der nötigen Zollpapiere mußte der Transport anders geplant werden.Durch die engen Kontakte zum Rotary Verein,war ein neues Ziel ins Auge gefasst worden.Es sollte nach Ungarn gehen.Es war von einer Behinderteneinrichtung nahe Budapest die Rede.

Kathrin und Rudi beim kontrollieren der Ladelisten

 

 

Am Freitag wurde der LKW von Willy uns Co im Lager in der Taubenstraße beladen.Es wurde sehr viel Inventar in Form von Schränken verladen.Kindersachen,Küchenutensilien und Schokolade fanden auf dem LkW reichlich Platz.Am Montag startete der kleine Konvoi pünktlich um 6.00Uhr von der Taubenstraße aus Richtung Ungarn.Begleitet wurde der Transport von 7 Mitgliedern und 2 Transportern.Das Autohaus Wölfer aus Königerode stellte,wie schon oft,problemlos einen Transporter zur Lieferung von Hilfsgütern zur Verfügung.Die Marschroute wurde vorher festgelegt.A14 Richtung Dresden,Prag,Bratislawa,Budapest und von dort aus nach Ipolytölgyes.Dieser kleine Ort war auf der Karte schnell zu finden sollte sich aber auf unserer Fahrt als schwierig zu erreichen herausstellen.Endlich auf der A14 ging es in Richtung Dresden.Der kleine Konvoi rollte sehr gut und jeder freute sich auf das Ziel.Plötzlich platzte 1 Reifen an Willy`s LKW Anhänger.Der nachfolgende Transporter informierte Willy gleich und auf dem ausrollenden Weg Richtung Standstreifen gab auch der 2. Reifen seinen Geist auf.Nun war guter Rat gefragt.

Reifenpanne

 

Willy versuchte gleich das Reserverad zu montieren.Aber ein Reifen reicht nicht.Wir beschlossen an Ort und Stelle,das ein Fahrzeug voraus fährt und eine Werkstatt findet um das Problem zu lösen.Ein Reifenhandel befand sich unweit von der Autobahn und eine Fachwerkstatt wurde auch schnell gefunden.Durch den unermütlichen Einsatz des Werkstattmeister konnten wir gegen 12.00Uhr unsere Reise fortsetzen.

Uli „hilfreich“ bei der Reifenpanne

 4 Stunden Reparatur lassen sich so einfach nicht mehr aufholen und so war klar,das Tagesziel Ungarn zu erreichen war  aussichtslos.Kurz hinter Brno war dann unser 1. Reisetag beendet.An einer nahe gelegenen Tankstelle sollte unser  Nachtlager sein.  Am nächsten Tag ging dann unsere Reise pünktlich um 5.00 Uhr weiter.Alles klappte reibungslos und  wir waren schon sehr gespannt wann wir unser Ziel erreichen und was uns dort erwartet.Grenzen als solche gab es nicht  mehr,nur das Navi zeigte uns in welchem Land wir waren.Slowakei und Ungarn wechselten sich ständig ab.Das Navi  zeigte nur noch 5 km bis zum Zielort an.Das Problem,stand in Form einer Brücke mit 7,5 T Tragkraft vor uns.Für die  Transporter kein Problem,nur Willy hatte mit LKW und Anhänger wesentlich mehr Gewicht.Dieses Wagnis wolten wir so  kurz vor unserem Zielort nicht eingehen.Eine Ausweichstrecke mußte her.Etwa in 3 km Entfernung sollte sich noch eine  Brücke befinden.Das Navi zeigte uns aber einen anderen Weg und nach Rückfragen mit der Bevölkerung sollte dies der  richtige Weg sein. Alle Mitreisende waren völlig überrascht,das Willy diesen Weg auch fuhr,denn er sollte sich schon  nach wenigen Metern  als eine Art „Schmugglerweg“ herausstellen.1 spurig und keine Wendemöglichkeit,sowie völlige  Ahnungslosigkeit,wo wir  uns gerade befanden.Nach schier guten 25 km und 2 Stunden später kamen wir auf eine  befestigte Straße,die uns nun zu Zielort bringen sollte.

Fleißige Helfer

so schnell ging es noch nie

 

Dort wurden wir auch schon sehnlichst erwartet.Die Heimleiterin,Bewohner der Einrichtung,Mitarbeiter und Freunde warteten schon den ganzen Tag auf uns.Nachdem der LKW seinen Standplatz zum Entladen erreicht hatte,genehmigten wir uns alle ein Bier und werteten die letzten Meter vor unserem Zielort aus.

nach langer Fahrt ein Bier

 Eine Turnhalle sollte das Zwischenlager sein.Die Bewohner , Behinderte mit Downsyndrom,konnten es gar nicht    erwarten,den LKW und den Anhänger auszuladen.Soviel Einsatz und Enerie hatten wir beim Abladen noch nie  gesehen.Nach gut 2 Stunden waren unsere mitgebrachten Hilfsgüter in der Turnhalle fein säuberlich aufgereiht.Selbst für  uns war es eine Überraschung,wieviel Material wir bewegt haben.

erstaunlich,wieviel Material

 Beim anschließenden Abendbrot wurde unsere Hilfsaktion durch die Heimleiterin ausgiebig gewürdigt.Sie war sehr  stolz  und froh,aus Deutschland Hilfe für Ihre Einrichtung bekommen zu haben.Nach einem anschließenden Rundgang  konnten  wir uns ein Bild von der Einrichtung machen.Dort sind 150 Menschen mit zum Teil mehrfach Behinderung    untergebracht.Diese Einrichtung wird von der ungarischen Kirche getragen,jedoch fehlt es an Geld die Gebäude zu    erhalten und die Zimmer zu renovieren.Mit unseren mitgebrachten Hilfsgütern verbessern wir die Lebensqualität der  Menschen entscheidend.Dieses gesprochene Wort machte uns sehr stolz.

Herzliches Willkommen

 Unsere Zimmer in dieser Eirichtung waren sehr schön und so beschlossen wir,noch einige Tage zu bleiben und uns    einen Eindruck von Land und Leuten zu verschaffen.Am Mittwoch unternahm unsere „Reisegruppe“ einen Ausflug nach  Esztergom.Dort besichtigten wir den Dom,die Stadt,  Markt und die Donau.Am Donnerstag unternahmen wir einen  Ausflug in die nähere Umgebung.Viele schöne Sehenswürdigkeiten wurden uns  gezeigt.Am Freitag ging es dann in  aller Frühe wieder in Richtung Heimat.Selbst Willys LKW fuhr sehr schnell,als würde er  Heimatluft schnuppern –  schließlich war er ja leer.Nach einigen kurzen Pausen und dem „kurzen“ Umweg durch Prag  kamen alle Mitglieder heil  und gesund wieder in Halberstadt an.

 An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken.

Uli Scholle,Lars Scholle,Normen Scholle,Manfred Schünemann,Udo Göbel,Mario Sahlmann

Abschiedsfoto

 

Besonderer Dank an Willy & Co

Willy`s LKW Osteuropaerfahren

Dank auch an Normen Wölfer vom Autohaus „Wölfer“ aus Königerode

Normen Wölfer,unterstützt gern unseren Verein

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